Geopark-Netzwerk der Slowakischen Republik

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Am 17. November 2015 ratifizierten 195 UNESCO-Mitgliedstaaten die Schaffung einer neuen Kategorie von UNESCO-Programmen – UNESCO Global Geoparks. Sie haben bestätigt, wie wichtig es ist, außergewöhnliche geologische Standorte als ein Erbe nichtlebender Natur und Landschaft in einem umfassenden Maßstab zu verwalten. Diese Kategorie hat die gleiche Bedeutung erlangt wie das Welterbe (WH), das das kulturelle und historische Erbe dokumentiert, oder das Programm Mann und Biosphäre (MaB), das das Erbe der lebendigen Natur präsentiert.

Die Globalen Geoparks der UNESCO wollen das Bewusstsein für Geodiversität stärken, den Schutz der Geodiversität fördern und folgend würdige Beispiele in Bildung oder Tourismus vorstellen. Zusammen mit den Welterbestätten und den Biosphärenreservaten schaffen die UNESCO Globale Geoparks eine komplette Palette nachhaltiger Entwicklungsmaßnahmen und tragen somit zweifellos zur Verwirklichung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung durch die Kombination globaler und lokaler Perspektiven bei.

Die Slowakische Republik befasst sich seit 2008 systematisch mit der Geoparkproblematik: Ihre Unterstützung für die Geoparks wurde 2008 durch die Genehmigung und Umsetzung des Konzeptentwurf von Geoparks der Slowakischen Republik, gefolgt von dessen Aktualisierung im Januar 2015 sowie durch die Verabschiedung des Aktionsplan für die Umsetzung von Maßnahmen zur Sicherstellung der Umsetzung des aktualisierten Konzepts von Geoparks der Slowakischen Republik zum Ausdruck gebracht. Gemäß der Aktualisierung des Konzepts von Geoparks der Slowakischen Republik (Konzept) und auch in Übereinstimmung mit den Richtlinien der UNESCO wurde im Jahr 2015 die Interressortielle Kommission des Geopark-Netzwerks der Slowakischen Republik (Kommission) errichtet, die den Status eines beratendes Organs vom Umweltminister der Slowakischen Republik hat und aus Vertretern aller interessierten Ministerien, des professionellen und akademischen Bereich besteht. Die Kommission erfüllt im Sinne der Nomenklatur der UNESCO die Aufgaben der Nationalen Geopark-Kommission und vertritt den Lenkungsausschuss des Geopark-Netzwerks der Slowakischen Republik im Sinne des Konzepts. UNESCO-Richtlinien regeln Beziehungen und empfehlen Modelle für das Funktionieren der Nationalen Kommissionen der UNESCO (NatCom) und der Nationalen Geoparks-Kommissionen. NatCom UNESCO sollte entweder direkter Koordinator oder Gründer der Nationalen Geoparks-Kommission sein, oder diese Rolle spielt eine andere relevante Institution (im Falle der Slowakischen Republik ist dies das Umweltministerium) und die Kommission wird von NatCom (SK UNESCO) offiziell anerkannt, unterstützt und sie sollte ein ordentliches Mitglied davon sein. Die Nationale Geoparks-Kommissionen organisieren (zusätzlich zu Aktivitäten nach eigenen Statuten) nationale Geopark-Konferenzen, Informations- und Bildungsveranstaltungen für die Öffentlichkeit, Regierung und Parlament, Workshops, Trainings, Schulwettbewerbe. Sie dürfen Publikationszeitschriften herausgeben und Nachrichten durch Artikel, Zeitungen, soziale Netzwerke, usw. veröffentlichen.

Aktuell sind drei Geoparks in der Slowakei betrieben: Geopark Banská Štiavnica, Geopark Banská Bystrica und der grenzüberschreitende slowakisch-ungarische Geopark Novohrad-Nógrád, der 2010 als erster Geopark in der Slowakei und in Ungarn einen anspruchsvollen Nominierungsprozess durchlaufen hat und zu einem der 120 Territorien der Welt geworden ist, die stolz auf den Titel UNESCO Globaler Geopark sind. Neben diesen drei Geoparks, die das derzeitige Geopark-Netzwerk der Slowakischen Republik bilden sollten, werden in der Slowakei Aktivitäten in mehreren potenziellen Territorien entwickelt, die in Zukunft zur Schaffung weiterer nationaler oder grenzübergreifender Geoparks führen könnten.

Die offizielle Erklärung des Geopark-Netzwerks der Slowakischen Republik mit seinem Logo und die Verleihung der Titel „Geopark der Slowakischen Republik“ für die drei aktiven Geoparks ergibt sich aus den Verfahrensregeln der Geopark-Netzwerks-Mitgliederkonzeption als neuer Unterstützung der UNESCO-Initiative in der Slowakei. Die Vergabe des Titels wurde auf der 4. Sitzung der Kommission am 8. November 2016 beschlossen, basierend auf den Ergebnissen und Berichten über die Aktivitäten der einzelnen Geoparks in den letzten zwei Jahren, während die offizielle Erklärung vom Geopark-Netzwerk der Slowakischen Republik und die Übergabe von der Titel Geopark der Slowakischen Republik wurde auf dem Boden des Umweltministeriums der Slowakischen Republik am 9. Dezember 2016 realisiert. Dies wird einerseits zur Erreichung der Ziele der Agenda 2030 beitragen und andererseits das Bewusstsein für Geoparks erhöhen, indem lokale Initiativen in anderen potenziellen Gebieten in der Slowakei zur Schaffung von Geoparks oder zum Betrieb von Geotourismus-Diensten angeregt werden. Die Schaffung eines Geoparks in diesen Gebieten (insbesondere in wirtschaftlich unterentwickelten Gebieten) wird einen umfassenden Ansatz für die Bewirtschaftung, den Schutz und die Präsentation des Erbes der Erde in Verbindung mit einer nachhaltigen und wirtschaftlichen Entwicklung auf der Grundlage eines umweltfreundlichen Tourismus fördern.

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